Luzern Kapelle St. Anna 2012/I/6

Nach dem Verkauf der Klinik war für die St. Anna-Schwestern auch das Nutzungsrecht der bisherigen Klinik-Kapelle ausgelaufen. In einem mutigen Entscheid haben sie sich entschlossen, eine optimal an die Bedürfnisse der Gemeinschaft angepasste neue Kapelle zu bauen. Der Luzerner Architekt Herbert Mäder entwarf den klar gegliederten Raum in einer reduzierten Formensprache, während die Künstlerin Angelika Walthert u.a. die faszinierende südseitige Glas-Fassade konzipierte.

Das kleine einmanualige Instrument ist flächenbündig in die Raumhülle integriert, so dass das Volumen des Orgel-Gehäuses nicht in Erscheinung tritt. Der Orgelprospekt ist sowohl formal wie auch in der Materialisierung subtil ins Umfeld eingepasst. Die schlichten und filigranen Schleiergitter aus eloxierten Aluminium-Profilen erlauben ein spannendes Wechselspiel von "Verbergen" und "Einblick": je nach Standort des Betrachters wird die horizontale Linie betont oder der charakteristische Ablauf der natürlichen Pfeifen-Längen wird sichtbar. Auch bei diesem relativ kleinen Instrument war uns sehr wichtig, die Grundstimmen-Palette differenziert zu besetzen, um vielfältige Möglichkeiten des Begleitens zu ermöglichen.

Manualwerk

Prinzipal8'
Gedackt8'
Octave4'
Flöte4'
Octave2'

Pedal

Subbass16'