Montagebeginn im Mainzer Dom

06.02.2020

Im Verlauf des letzten Jahres ist in der Werkstatt Goll ein Teilwerk der neuen Orgel für den Mainzer Dom entstanden. Nach einer langjährigen Evaluations- und Projektierungsphase ist es nun bald soweit, dass die ersten Teile der neuen Domorgel eingebaut werden können.

Das Projekt sieht eine dreiteilige Anlage vor: zwei der bisherigen Standorte werden weiterhin genutzt mit den Schwerpunkten Chorbegleitung (Teilwerk im Westchor) und als symphonisch angelegte Hauptorgel (Teilwerk im Ostchor). Der dritte Standort ist neu und durchaus spektakulär: über dem neu gestalteten Windfang des Eingangs am Marktportal und quasi vis-à-vis des bekannten gotischen Marienaltars hängt auf einer im Gewölbe verankerten Stahlplattform das Instrument mit einem eigenen mechanischen Spieltisch. Auf kleinem Raum sind 49 Register untergebracht, die primär für die Gemeindebegleitung und für die polyphone Literatur ausgelegt sind. In unmittelbarer Nähe zu den Zuhörern wird dieses Teilwerk einerseits zur Klarheit und guten Verständlichkeit des musikalischen Geschehens beitragen, andererseits die beiden anderen fast 100 Meter auseinanderliegenden Teilwerke klanglich miteinander verbinden.

Das Gesamtprojekt wurde in einer Koproduktion zwischen Orgelbau Goll und Orgelbau Rieger konzipiert und geplant. Goll baut nun im 1. Bauabschnitt das «kleinste» Teilwerk an der Marienkapelle, während Rieger in den nächsten Jahren die beiden folgenden Bauabschnitte Ostchor und Westchor realisieren wird. Insgesamt erhält die neue Mainzer Domorgel 206 Register und 4 Spieltische (an jedem Orgel-Standort plus Konzertspieltisch).